28./29.08.2026

Aufgewachsen am Rand von Freising, zwischen Waldrand und Brache, spielte Magdalena Haslberger, die sich als Musikerin LENER nennt, ihre verzerrten Gitarren in einer leeren Scheune, begleitet vom Heulen des Waldes. Heute streift die 26-Jährige mit Sketchbook durch Münchens urbane Zwischenräume und begeistert auf der Bühne mit ihrer Musik.

Foto: Christian Pham

Ihre Outsider-Position ist bewusst gewählt: stoische Beobachterin vor kollabierenden Gitarrenwänden. Ihre Stimme rollt über die Riffs wie ein aufziehendes Gewitter, die Melodien bewegen sich zwischen Trotz und Erschöpfung, die Texte wirken wie Comic-Skizzen – roh, ehrlich, voller Herzblut. Ihre Songs wurden bereits über 250.000-mal gestreamt, laufen im Radio auf Deutschlandfunk Nova oder BR Puls und bringen LENER in die Playlists großer Streaming-Plattformen.

Die Veröffentlichung ihrer neuen EP „Indie Kids Don’t Die“, im Herbst 2025 erschienen und von ihrer ersten eigenen Tour begleitet, wurde von der Initiative Musik gefördert. Ihre Band ist kein Beiwerk, sondern Triebwerk – rhythmisch, roh, lebendig. Ihre Gitarre knurrt und dröhnt – mal mit Wucht, mal mit schräger Eleganz. Zwischen Euphorie und Kontrollverlust setzt LENER an – da, wo Grunge immer war: am Rand des Bekannten, mit Blick in den Abgrund.